Die drei Leben einer Lithium-Ionen-Batterie

Lithium-Ionen-Batterien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Man findet sie in E-Bikes, Golf-Trolleys, E-Scootern und vielen anderen Fahrzeugen der persönlichen Elektromobilität. Was jedoch viele Menschen nicht wissen: Eine Batterie ist nicht automatisch unbrauchbar, nur weil sie die Anforderungen ihrer ersten Anwendung nicht mehr erfüllt.

Bei Bünzli Batteries arbeiten wir täglich mit E-Bike-Akkus und anderen elektrischen Energiesystemen. Dank unserer Erfahrung im Bereich Zellentausch sehen wir aus erster Hand, dass viele Zellen auch nach dem Ende ihres „ersten Lebens“ noch über eine beträchtliche nutzbare Kapazität verfügen.

Erstes Leben: maximale Leistung auf kleinstem Raum

In einem E-Bike oder einem Fahrzeug der Elektromobilität muss eine Batterie besonders hohe Anforderungen erfüllen:

  • hohe Leistung,
  • geringes Gewicht,
  • kompakte Bauweise,
  • schnelles Laden und Entladen,
  • sowie zuverlässiger Betrieb über viele tausend Kilometer.

Die Zellen arbeiten dabei ständig unter Belastung. Besonders bei Steigungen, Beschleunigungen oder langen Fahrten muss der Akku viel Energie auf kleinstem Raum liefern.

Mit der Zeit nimmt die Kapazität ab. Auch wenn die Batterie weiterhin funktioniert, kommt irgendwann der Moment, an dem Reichweite oder Leistung für ein modernes E-Bike nicht mehr ausreichen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Zellen „tot“ sind.

Zweites Leben: Speicherung von Solarenergie

Sobald die Zellen nicht mehr ideal für die Elektromobilität sind, können sie dennoch hervorragend für stationäre Anwendungen genutzt werden.

Hier beginnt das zweite Leben vieler Batterien.

Bei Solarspeichersystemen spielen Gewicht und Grösse eine deutlich geringere Rolle. Entscheidend ist vielmehr, Energie stabil und effizient speichern zu können.

Viele der beim Zellentausch ausgebauten Zellen verfügen noch über genügend Kapazität für Projekte wie:

  • Solarspeicher,
  • Beleuchtungssysteme,
  • kleine Energiespeicher,
  • autonome Stationen,
  • oder DIY-Projekte im Bereich Elektronik und erneuerbare Energien.

Dadurch werden wertvolle Ressourcen über viele weitere Jahre sinnvoll genutzt und die Menge an Elektroschrott deutlich reduziert.

Drittes Leben: kleine Projekte und Bildung

Selbst nach ihrer zweiten Nutzung können viele Zellen noch für Anwendungen mit geringem Energiebedarf verwendet werden.

Zum Beispiel für:

  • Powerbanks,
  • USB-Ladegeräte,
  • Elektronikprojekte,
  • studentische Experimente,
  • Robotik,
  • und Bildungsprojekte.

Bei Bünzli Batteries sind wir überzeugt, dass Technologie auch dazu dienen sollte, neue Generationen zu inspirieren.

Deshalb werden einige der noch funktionsfähigen Zellen für Bildungs- und Experimentalprojekte weiterverwendet. So erhalten Studierende und technikinteressierte Jugendliche die Möglichkeit, mit echten Komponenten zu lernen, zu experimentieren und neue Ideen zu entwickeln.

Zellentausch: Nachhaltigkeit und intelligente Reparatur

Der Zellentausch ermöglicht nicht nur, vielen Batterien neues Leben einzuhauchen. Er hilft auch dabei, Abfall zu reduzieren und vorhandene Materialien effizienter zu nutzen.

Anstatt eine komplette Batterie zu entsorgen, können häufig lediglich die verschlissenen Zellen ersetzt und der Rest des Systems weiterverwendet werden.

Zusätzlich werden die ausgebauten Zellen geprüft und klassifiziert, um festzustellen, ob sie für weniger anspruchsvolle Anwendungen weiterhin sicher eingesetzt werden können.

Dieser Ansatz ist Teil einer verantwortungsvolleren und nachhaltigeren Kreislaufwirtschaft.

Eine Batterie kann mehr als ein Leben haben

Elektromobilität ist ein wichtiger Bestandteil der Zukunft. Gleichzeitig müssen wir auch darüber nachdenken, wie wir mit Ressourcen umgehen.

Eine Batterie, die für ein E-Bike nicht mehr geeignet ist, kann weiterhin Solarenergie speichern. Und später vielleicht sogar als Lernprojekt oder kleine Powerbank dienen.

Bei Bünzli Batteries glauben wir daran, Technologie eine zweite Chance zu geben – wann immer es sinnvoll, sicher und nachhaltig möglich ist.